Whatsapp und das „Mehr“ an Kommunikation

Messengerdienste wie Whatsapp, Facebook Messenger und andere haben sich in den letzten Jahren als Standardkommunikationsmethode durchsetzen können. Wir simsen nicht mehr, wir whatsappen .Wir schicken Fotos,Videos Audiodateien von jedem Ort, zu jeder Zeit. Das ganze natürlich im Gegensatz zur klassischen SMS auch noch gratis. So weit, so gut.

Eine klasse Situation könnte man meinen, doch auch dieser vermeintliche Fortschritt hat natürlich negative Aspekte. Negative Aspekte, welche man nicht wirklich wahrnimmt, sofern man nicht intensiv darüber nachdenkt.

Die Kommunikation ist inzwischen so schnell und umfassend geworden, dass viele Menschen nicht mehr gewillt sind, sich wirklich noch Mühe zu geben zu kommunizieren. Es geht mehr um Quantität als um Qualität. Zu Zeiten als Messaging (hauptsächlich per SMS) noch Geld kostete, wurden Nachrichten durchdacht. Man überlegte noch genau, wie man am effizientesten die 160 zeichen füllte. Es wurden Abkürzungen genutzt und Satzzeichen weggelassen, nur damit man den Inhalt seiner Nachricht versenden konnte.  Ein heute vielfach zu beobachtendes Phänomen ist das kommunizieren ohne jeden Grund und jede Veranlassung.

Um den Tenor unserer Nachrichten zu unterstreichen verwenden wir Smileys. Wir haben lachende Smileys, weinende Smileys, Smileys,welche die Zähne zusammenbeißen und noch viele mehr. Doch drücken diese Smileys wirklich das aus, was wir fühlen? Sind Sie ein adäquates Mittel, um Emotionen auszudrücken? Oftmals lautet die Antwort hier leider : Nein. Jeder kennt die Situation, in der jemand eine Nachricht gänzlich anders verstanden hat, mitunter nur aufgrund eines unglücklich ausgewählten Smileys.

Genau dieses führt zu weiteren Problemen wie Interpretationen. Aufgrund der Tatsache, dass man bei Messengerdiensten den Menschen niemals sieht, lassen sich nicht nur Smileys falsch deuten sondern auch Nachrichten. Ein und der selbe Satz mag vielleicht aufgrund der fehlenden Gestik und Mimik etwas gänzlich anderes vermitteln, als ursprünglich gedacht.

Doch wie kann man dieser ständigen Kommunikation entsprechend begegnen? Zunächst einmal macht es keinen Sinn, sich gänzlich zu entziehen. Wir leben in einer sich ständig ändernden technologieaffininen Gesellschaft. Diese ständige Entwicklung sollte einem jedoch nicht den Blick auf das wesentliche versperren: Wir sind selber verantwortlich für all das, was wir tun. Wir müssen uns ganz bewusst dafür entscheiden, auch in Messengerdiensten wie Whatsapp gewisse Ansprüche aufrecht zu erhalten. Wer oberflächliche Kommunikation und Missverständnisse in Kauf nehmen will, der sollte weiterhin das schnelle Chatten forcieren. Etwas mehr Reflexion und eine anspruchsvolle Herangehensweise können jedoch auch diese Form der Kommunikation qualitativ verbessern und somit zu einem entspannteren und weniger problematischen Kommunikationsweg führen.

In diesem Sinne :

Dn`t b qck – Take your time.

Cheers, T

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