Die Playstation 4

Ende des Jahres ist es soweit. Bildquelle: The Verge

Ende des Jahres ist es soweit. Bildquelle: The Verge

Wow, das ging lange. Über 2 Stunden nahm sich Sony Zeit, um alle Features der neuen Playstation, die übrigens schlicht Playstation 4 heißt, auf dem „See The Future“-Event vorzustellen. Eins wurde dabei schon recht früh deutlich: Die Zukunft des Gaming sieht beeindruckend gut aus und findet zunehmend in der Cloud und über soziale Netzwerke statt.

 

Allerdings hatte man das Gefühl, Sony stand unter Zeitdruck und wollte die Präsentation so früh wie möglich abhalten. Zwar wurden schon die Controller und auch live Gameplays gezeigt, die tatsächliche Konsole gab es aber leider nicht zu Gesicht. Überhaupt waren viele Informationen eher vage und es waren immer nur kurze Ausschnitte sehen. So schwärmte der „Lead System Architect“ der PS4, Mark Cerny von der neuen Möglichkeit, Spiele noch während des Downloads spielen zu können, verriet aber leider nicht, wie viele Mega- oder Gigabyte Daten man vorher geladen haben muss und ob dies auch bei niedriger Bandbreite möglich ist. Aber eins nach dem anderen.

 

Dual Shock 4 Controller

Die bereits im Vorfeld veröffentlichten Fotos stellen sich als richtig raus und zeigten in der Tat die neuen Dual Shock 4 Controller. Mit dem Touchpad in der Mitte des Controllers lässt sich bequem der Blick des Spielers ändern, was zumindest in der Demo wunderbar klappte und leicht an die Steuerung von Infinity Blade erinnerte. Über den Lautsprecher verlor Cerny allerdings kein Wort. Dafür stellte er die „Light Bar“ am Controller vor. Eine 3D Kamera ortet die Controller über die „Light Bar“ und verfolgt die Bewegung. So werde eine Gestensteuerung mit dem Controller ermöglicht. Außerdem werden die Spieler über jeweils unterschiedliche Farben identifiziert.

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Hardware-Ausstattung

Um es Entwicklern einfacher zu machen Spiele für die Playstation zu entwickeln, hat sich Sony dazu entschieden hauptsächlich auf PC Hardware zu setzen. Sony selbst spricht von einer „supercharged PC architecture„. Zudem bestätigte sich das AMD Gerücht.  So kommt in der Playstation 4 ein Acht-Kerne-x86-Prozessor von AMD sowie eine „enhanced PC GPU“ zum Einsatz, weitere Details werden nicht genannt. Insgesamt acht Gigabyte gemeinsam genutzter Arbeitsspeicher stehen für CPU und Grafik zur Verfügung. Auch festplattentechnisch ist nur wenig bekannt. Sony spricht von einer „massive hard drive„, vermutlich werden aber auch Versionen mit einer kleineren, aber deutlich schnelleren SSD verkauft. Neben der Haupt-CPU kommt in der Playstation 4 auch ein sekundärer Chip zum Einsatz, der Hintergrundprozesse wie Spiele-Downloads oder Video-Uploads ohne Leistungseinbußen ermöglichen soll. Durch die verbaute Hardware lassen sich unterbrochene Spiele  sofort weiterspielen, selbst wenn die Playstation sich im Ruhemodus befindet.

Unterbrochene Spiele direkt wieder fortsetzen. Bildquelle: The Verge

Unterbrochene Spiele direkt wieder fortsetzen. Bildquelle: The Verge

Playstation goes social

Die Zukunft liegt im Social Gaming, daran lässt Sony keine Zweifel. Man hat zu diesem Zweck das User Interface komplett überarbeitet und Abschied genommen von der alten XrossMediaBar. Vielmehr erinnert die UI durch ihre Kachel-Design an die Metro-Oberfläche von Windows 8 und Windows Phone.

Die Playstation zeichnet ununterbrochen das Gameplay auf und mit einem kurzen Drücken auf die „Share“-Taste der Controller lässt sich ein 10 Sekunden Clip der letzten 10 Minuten auswählen und im PlayStation Network hochladen. Dies geschieht dank der zweiten CPU im Hintergrund, so dass das Spiel direkt fortgesetzt werden kann ohne lange auf den Upload warten zu müssen. „Our goal is to make sharing of video as popular in PS4 as screenshots are today.“, sagte Cerny während der Präsentation. Es ist sogar möglich Livestreams von Spielen zu sehen, die momentan von einem Freund gezockt werden. Auch ein Chat-Verlauf ist in dem Streaming Interface eingebaut, eine entsprechende Tastatur wurde von Sony aber leider nicht vorgestellt. Zudem legt Sony mehr Wert auf „echt“ Freunde und Kontakte, ohne die Bedeutung anonymer Spieler  mindern zu wollen. So werden Kontakte mit vollem Namen und auch Foto angezeigt. Möglich macht dies vermutlich auch die Verknüpfung mit Facebook.

So sehen Kontakte auf der Playstation auf. Bild: The Verge

So sehen Kontakte auf der Playstation auf. Bildquelle: The Verge

Auf das Playstation Network kann man zukünftig auch von Smartphones, Tablets und der PS Vita zugreifen und sich Videos und Kontakte anschauen. Spielen wird man aber nur auf der PS Vita können, das Prinzip ist bereits von der Wii U bekannt, aber dennoch recht nützlich. Wenn man  eine Vita hat…

Zusammen mit dem von Gaikai erworbenen Know-How will Sony das PlayStation Network zur „social platform for gaming“ ausbauen und es Spielern ermöglichen gemeinsam zu zocken, obwohl sie nur über das Internet miteinander verbunden sind. Das geht sogar soweit, dass dir dein Freund ein Level zu Ende spielen kann, wenn du nicht weiterkommst.

Games

Sony nahm sich viel Zeit bei dem Event kommende Spieletitel vorzustellen. Darunter unter anderem Killzone:Shadowfall das mit beeindruckender Grafik zu prahlen weiß, während Story und Gameplay nicht wirklich revolutionär vorkommen.

Ein weiteres Spiel war DriveClub, auch hier beeindruckend realistische Grafik aber diese mal mit einem interessanten Mehrspieler-Ansatz. Auch kleinere Entwickler hat Sony eingeladen. So zum Beispiel Jonathan Blow, der The Witness vorstellte. Der Trailer verriet jedoch nicht viel und zeigte außer einer liebevoll gestalteten Insel nicht wirklich etwas über Story und die Art des Spiels. Die Grafikleistung der Spiele liegt hauptsächlich an der Leistungsfähigkeit der GPU. Sie ermöglicht laut David Cage von Quantic Cage Spielcharaktere mit über 30.000 Polygonen. 2005 lag die Zahl noch bei 1.500, ein enormer Unterschied. Zum Beweis zeigte Cage einen 3D gerenderten Kopf eines älteren Mannes mit extrem vielen Details und atemberaubenden Möglichkeiten, Emotionen auszudrücken.

Hier zeigt sich das Detailreichtum, das 30.000 Polygone ermöglichen. Bildquelle: The Verge

Hier zeigt sich das Detailreichtum, das 30.000 Polygone ermöglichen. Bildquelle: The Verge

Ubisoft zeigte einmal mehr ein Gameplay Video zu Watch Dogs und Activision CEO Eric Hirshberg präsentierte mit Destiny auch nicht viel neues. Umso überraschender war da die Ankündigung von Blizzard, Diablo 3 für die Playstation 4 und auch die Playstation 3 zu veröffentlichen.

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